Wir schreiben Tag zwei der digitalen Sause re:publica. Der Regen ist halbwegs einer Nur-Bewölkung gewichen und auch das Wlan funktioniert noch (soll in der Vergangenheit nicht immer so gewesen sein). Und mittlerweile kann ich mir auch denken, wohin Apple eine Monatsproduktion an iPads hinverkauft hat. Gute Umstände also, sich den nächsten Sessions zu widmen, vor allem weil dieser Tag der für mich persönlich spannendste der re:publica war.

The Internet of Elsewhere

The Emergent Effects of a Wired World (Sessioninfo)

Warum begannen bestimmte Entwicklungen in bestimmten Ländern? Welche Voraussetzungen waren nötig, dass bestimmte Ländern schneller digitalen Anschluss fanden, während andere noch kaum Online-Schritte wagten? Cyrus Farivar, Technologieredakteur bei der Deutschen Welle gab anhand ausgewählter Länder Einblicke in die Entwicklungspfade. Zuerst konstatierte er, wenn Internet ein Land betritt, es auf vorhandene gesellschaftliche Strukturen trifft – und diese verändert. Das „Revolutionspotential“, wie in den vergangenen Monaten so hoch hervorgestellt, sieht er nicht direkt, wenngleich er dem Netz eine Akteursmöglichkeit für demokratischen Wandel zuschreibt.

Südkorea weist eine Breitbandversorgung von 90% auf. Auch aus diesem Grund ist das Land ein Mekka für professionellen eSports (Computerspiel-Meisterschaften). Die Breitbandversorgung fußt auf Entwicklungen, die 1982 gestartet wurden: Mit dem System Development Network (SDN) gab es eine erste wissenschaftliche Einrichtung, die sich mit der Vernetzung von Computersystemen beschäftigte.

Als Gegenbeispiel dient Senegal: Farivar beschreibt das Land als „Worlds best least connected country“. Im Subsahara-Raum gilt Senegal mit 60.000 DSL-Anschlüssen bei 12 Millionen Einwohnern als bestvernetztes Land. Durch die hohe Analphabetenquote sind von vornherein große Teile der Bevölkerung von der Internet-Nutzung ausgeschlossen.

Estland wiederum kann als Vorzeigemodell für osteuropäische Länder gelten, die am schnellsten den Sprung nach Vorne schafften. Hier kann als Grund das „Institute of Cybernetics“ in Tallin gelten, dass schon 1960 gegründet wurde – eine positive Aufgeschlossenheit gegenüber Technologien wurde damit in die Bevölkerung gepflanzt. Am Institute of Cybernetics wurde auch der erste Prototyp von „Skype“ entwickelt. Nach der Unabhängigkeit von Russland wurde schnell beschlossen, dass gesamte Land zu vernetzen, auch in eGoverment und flächendeckendem WLan ist Estland Spitzenreiter. Als einziges Land weltweit deklarierte es bereits Internetzugang als Menschenrecht.

Wenn es um Menschenrechte geht, dann darf der Iran als Negativbeispiel gelten. Es war der erste Staat weltweit, der einen Blogger verhaftete und schon 2002 eine eigenständige Polizeieinheit für „Internet-related Crimes“ gründete. Cyrus Farivar, selbst Halb-Iraner, betonte warum die Revolutionen in Tunesien und Ägypten nicht als Vorlage für den Iran dienen können: Während sich in den genannten Ländern die Armee und Polizei zurückhielt, zeigte sich im Iran bereits, dass es dort keine Bedenken gibt, auf Demonstranten zu schießen.

Virtueller Rundfunk

Wer reguliert das Internet? (Sessioninfo)

Zurückzuführen ist die Session auf einen nicht 100% ernst gemeinten Versuch der Isarrunde ihren Twitter-Kanal als Rundfunksender eintragen zu lassen. Der ernste Hintergrund dabei: Während die klassischen (Rundfunk)-Medien den jeweiligen staatlichen Regulierungsstellen unterworfen sind (auch für Privatmedien gibt es ein Korsett an Verpflichtungen), so definiert sich die Regulierung in den neuen sozialen Medien durch die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattform. Als Beispiel wurde Bravo-TV genannt: Früher auf RTL II und reguliert durch die Hessische Landesmedienanstalt, erscheint sie nun als Web-TV in Schüler-VZ und hat die Geschäftsbedingungen des Netzwerkes zu akzeptieren. Verschwinden Beiträge aus Sozialen Netzwerk, hat dies kaum mit „Zensur“ zu tun, sondern mit einem Verstoß gegen eben diese Nutzungsbedingungen. Denn, die privaten Plattformanbieter sind ausschließlich wirtschaftlichen Gründen verpflichtet und nicht wie Regierungen – wie im Idealfall – ausschließlich ethischen.

Die Verfügbarkeit von kostenlosen Inhalten sieht Michael Praetorius nicht als wirtschaftliches Problem: Wo früher kostenlose Werbegeschenke verteilt wurden, ist kostenloser Content auf Plattformen das heutige „Give-Away“ um Besucher auf ihre Seiten zu locken. Inhalte müssen heute jedoch auch Interaktionen erzeugen, es reicht nicht, nur gefunden zu werden. Allerdings kritisiert er die ungeprüfte Übernahme von Quellen im Web ohne journalistische Grundsätze.

Wenn Medien als „vierte Gewalt“ gelten, so werden soziale Netzwerke zunehmend eine „fünfte Gewalt“: Ihnen obliegt die Regulierung der Medien. Der –mündige– User kann durch seine Partizipation an den Plattformen diese wiederrum selbst regulieren. Allerdings ist hier die Medienpolitik gefragt, die einen Internet-Zugang noch nicht als Menschenrecht anerkennt. So ist die Pfändung eines Computers, entgegen des eines Radios, möglich. Zugangssperren aufgrund von Urheberrechtsgesetzen und eine Aufgabe der Netzneutralität bringen ebenso eine Gefahr für die Partizipation von Menschen mit den neuen Medien.

OMG!! Das Ende der Welt!!!!EINS!ELF!!!!

Schon wieder? (Sessioninfo)

Eine leichtfüßige Diskussion mit Carolin Buchheim, Maike Hank, Jens Scholz, Bov Bjerg und Konstantin Klein aus dem Inneren der Blogosphäre über Shitstorms – von Basicthinking/Linkwerbung bis zu Nerdcore/Euroweb. Und worin eigentlich der Unterschied zwischen Hype und Shitstorm besteht: Ein Hype ist der gute Krieg.

Leaking Transparency

Whistleblowing und Journalismus (Sessioninfo)

Der spannenden Frage des neuen Wirkungsgefüges zwischen Whistleblowing-Plattformen, neuen Medien und klassischem Journalismus widmete sich diese hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion. Am Podium vertreten waren Daniel Domscheit-Berg, (Wikileask/Openleaks), Peter Schaar (Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit), Horst Pöttker (Professor für Journalistik, TU Dortmund) und Lutz Hachmeister (Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik). Geleitet wurde die Diskussion von Herausgeber Jakob Augstein (Der Freitag).

Augstein stelle in seinem Eingangsstatement auch seine Sichtweise auf die veränderte Mediensituation vor: Wikileaks bedurfe der „klassischen Medien“, die die Auswertung und Verifizierung der Daten übernehmen. Hier sei auch der fortschrittliche Journalist gefragt, den vorbereitet auf den „Leaks-Journalismus“ sind nur die wenigsten.

Horst Pöttker schließt sich dem an: Whistleblowing kann vernachlässigte Themen in den Vordergrund rücken, am Anfang und am Ende steht noch immer der „klassische Journalismus“. Netzkommunikation kann diesen Themen jedoch den nötigen „Drive“ geben. Als Beispiel nannte er Guttenberg: Ein Radiointerview gab den Anstoß für „Guttenplag“ und ohne „Guttenplag“ währen die klassischen Medien nicht auf diesen Zug aufgesprungen und hätten jene Öffentlichkeit erzeugt, die den Verteidigungsminister letztendlich zum Rücktritt gezwungen haben. Daniel Domscheit-Berg widersprach ihm auch nicht: Es benötigt Leute, die Kontext und Inhalt außenherum schaffen.

Die Argumentation von Horst Pöttker sprach die Zwickmühle des Journalismus an: Medien wurden in den letzten Jahren immer stärker, die Arbeit und das Ansehen des Journalisten selbst profitierten davon allerdings nicht. Auch stellt er die derzeitige Ausbildung der Journalisten für die Beherrschung der riesigen Datenmengen in Frage: Die Flutwelle an Informationen in Leaks auswerten, darauf sind sie noch nicht vorbereitet. Generell meint er, dass der Journalismus in Zukunft von „Nachrichten“ nicht mehr leben wird können. Ausrichtung und Aufarbeitung von Geschehnissen werden wichtiger, dieser Trend ist jetzt schon daran abzulesen, dass Wochen- und Monatszeitungen ihre Auflagen halten können, während Tageszeitungen stark verlieren.

Aus seinem Lernprozess im Umgang mit Journalismus erzählte Daniel Domscheit-Berg, wie interessant es zu verstehen war, wie Öffentlichkeit durch Journalismus erzeugt wird. Allerdings ist ein Mythos „Wikileaks“ keine funktionale Lösung, es bedarf einer nachvollziehbaren offenen Plattform für Whistleblowing. So bestimmt bei Openleaks der Whistleblower, wen er die Informationen für welchen Zeitraum exklusiv zur Verfügung stellt und nicht die Plattform. Exklusivität im Journalismus hält Daniel allerdings generell für keine Zukunftslösung, denn es ist nicht Effizient für die Gesellschaft, wenn der offene Informationsfluss nicht gegeben ist.

Das Medien für die Verifizierung der Daten gefragt sind, dass bestätigte auch Peter Schaar. Denn in Zukunft könnte davon ausgegangen werden, dass Whistleblowing-Plattformen auch gezielt für Desinformation und Manipulation verwendet werden könnten. In seiner Rolle als Datenschutzbeauftragter warnte er auch den Journalismus und die Plattformen: Medien seien dann zu kritisieren, wenn sie verantwortungslos mit Daten um sich würfen, die einen persönlich betreffen. Und die Plattformen als IT-System könnten keine 100%ige Sicherheit garantieren. Gelänge es, in diese Systeme einzubrechen, bestünde große Gefahr für die Informanten.

In der Abschlussrunde ging es dann noch um einen Ausblick auf die Zukunft: Wie werden Politik und Geheimdienste zunehmend auf Whistleblowing reagieren? Lutz Hachmeister stelle eine „Datenreduktion“ in Aussicht, denn es muss permanent befürchtet werden, dass alle anfallenden Daten geleakt werden könnten. Peter Schaar sah auch im Fortschritt von „Open-Data“ eine Möglichkeit: Informationen gehören zur Demokratie und Drängen nach außen. Geben die Institutionen selbst und transparent die Daten frei, so nimmt es den Druck, diese zu „leaken“ – verbunden mit dem möglichen Manipulationspotential. Daniel Domscheit-Berg sah die zukünftigen Entwicklungen gestaffelt: Kurzfristig, da ging er mit Hachmeister einher, werde wohl weniger aufgeschrieben. Allerdings werden die Organisationen dann schnell merken, dass sie damit auch handlungsunfähiger würden. Die mittelfristige Lösung, es mit technischen Schutzlösungen zu probieren, sei auch nicht zukunftsfähig, dies sah man schon bei diversen Kopierschutzlösungen. Auf lange Sicht gesehen stimmte er Peter Schaar zu, dass es wünschenswert wäre, wenn die Informationen von den Organisationen selbst herausgegeben würden.

Was macht eigentlich der digitale Mensch?

(Sessioninfo)

In dieser Session ging es vor allem um harte Zahlen und Fakten. Lisa Peyer und Markus Winkler machten sich zur Aufgabe, eine Zusammenfassung von verschiedensten Studien aus 2010 und Anfang 2011 zu präsentieren, die den „digitalen Menschen“ zum Inhalt hatten.

Aus dem kredenzten Zahlensalat einige Infohäppchen: Wenngleich die digitale Gesellschaft große Teile der realen Bevölkerung abdeckt, so sehen sich über 50% der Internet-User selbst als Gelegenheitsnutzer oder „digitale Außenseiter“. Anders die Situation bei Jugendlichen: hier haben 100% in ihrem Haushalt Zugriff auf einen Computer oder Handy. Interessant auch die durchschnittliche Online-Verweildauer: diese ist von 2003 auf 2009 sogar leicht gesunken, von 138 Minuten auf 136 Minuten. Abgerufen werden von Durchschnittsusern im Monat nur 82 unterschiedliche Domains, die durchschnittliche Verweildauer auf einer einzelnen Seite beträgt dabei gerade mal 44 Sekunden. Beobachten lässt sich allerdings kein Substitutseffekt gegenüber anderen Medien: Die Gesamtmediennutzung stieg an, derzeit liegt sie bei über 10 Stunden täglich.

In den vielhypten Social-Networks hat Otto Normalverbraucher, je nach Land, zwischen 57 und 130 Freunde. Und nur lediglich 15% nutzen auch Marken-Profile (Fanpages) . Bei Twitter ist die Verteilung noch drastischer: 22% aller Twitter-User produzieren über 98% des Contents

Alle ausgewerteten Studien gibt es hier in einer Übersicht.

Film und Gesellschaft: Darstellung des Internets im Film

Wie sich die Darstellung des Internets im Film gewandelt hat. (Sessioninfo)

Leider stand auf der re:publica so manche Workshopbeschreibung im Widerspruch zur eigentlichen Darbietung. So auch hier: was sich vorab interessant anhörte war im Nachhinein leider ein Reinfall. Zu unstrukturiert, zu schlecht vorbereitet, zu schlecht vorgetragen.

How feminist digital activism is like the clitoris

(Sessioninfo)

Netzaktivistin und Feministin Jaclyn Friedman gab in dieser kurzweiligen Session zu besten, warum sich digitaler Aktivismus und die Klitoris ähneln. So wie die Überschrift knallig gewählt war, so war es inhaltlich höchst interessant. Ihr Eingangsstatement gab auch gleich die Richtung des Vortags vor: „Männer finden die Klitoris nicht und Medien finden die feministischen Internet-Aktivistinnen nicht.“ Sie verwies damit auf die klassischen Medien, die Kampagnenarbeit von Online-Aktivistinnen größtenteils ignorieren. In diesem Zusammenhang gab sie auch Einblicke in die #mooreandme-Kampagne (Nachzulesen sind die Hintergründe bei der Mädchenmannschaft), die ausgehend von einem Online-Shitstorm schließlich auch die klassischen Medien erreichte. Kritisch hinterfrage sie auch kontextlose Aktionen, wie die Bekanntgabe von BH-Farben auf Facebook: der Inhalt der Kampagne (hier der Kampf gegen Brustkrebs) wurde schlicht nicht vermittelt.

Die weiteren Aussagen, die nicht nur für feministischen Aktivismus gelten:

  • Weder die Klitoris, noch der digitale Aktivismus, sind ein einfacher Button der nur gedrückt werden muss
  • Aktivismus und Klitoris sind auch komplizierter, als sie zunächst aussehen
  • Beides braucht Stimulierung: Aktivismus ist keine Waschmaschine mit abrufbaren Programmen
  • Humor ist wichtig und hilft sehr
    In diesem Zusammenhang gab sie auch einen Einblick in das Troll(un)wesen: Im Internet werden Frauen, sobald sie – aus Sichtweise der Trolle – zu viel Platz einnehmen, gejagt. Dabei reicht die Spannweite von Beschimpfungen bis zur Veröffentlichung privater Adressen. Aufbauen darauf die nächste Aussage:
  • Beziehungen und Vertrauen zählen auch Virtuell
    Dazu zählen für sie auch soziale Netzwerke – die virtuelle Gemeinschaft ist der Nährboden und Grundstein für jeden Aktivismus. Obwohl für Facebook und Twitter nur ein kleiner Teil jeder Kampagne sein können: sich darauf zu beschränken wäre wie schlechter Sex.
  • Es ist Teil eines größeren Systems
    Ein Facebook-Fotoalbum mit Protesterinnen aus Ägypten erfühlte beispielsweise die Funktion, die von Mainstream-Medien ignoriert worden war: Die Rolle der Frauen in der Revolution. Es galt diese „sichtbar“ zu machen.
  • Manchmal zahlt es sich aus, sich in die Materie einzuarbeiten
    Als Beispiel wurde die aktuelle Anti-Abtreibungskampagne von religiösen Rechten in den USA genannt: Den riesigen Anzeigetafeln der Kampagne war mit direktem Aktivismus nicht beizukommen. Es zeigte sich jedoch nach Sichten der rechtlichen Grundlagen, dass die Plakatwände größtenteils illegal angebracht wurden.
  • Qualität vor Quantität
  • Manchmal ist es besser, sich auf das Wesentliche zu beschränken
  • Nicht nur reagieren, sondern auch agieren
    Selbst Aktzente setzen, für etwas eintreten, statt „dagegen“ zu sein. So zeigten Auswertungen, dass nur 14% der Wikipedia-Autoren Frauen sind. Statt gegen diesen Missstand nur zu protestieren, wurde man selbst aktiv und gab ein „How-to“ heraus um Frauen zu animieren, Inhalte für die Wikipedia beizutragen. Der Leitfaden war ein solcher Erfolg, dass Wikimedia (die Organisation hinter Wikipedia) diesen Leitfaden übernahm.
  • Die ganze Frau zählt
    Beschränkt man sich nur auf einzelne Faktoren, erzielt man keine funktionierende Kampagne und verliert auch das große Bild aus den Augen: Was wollen wir erreichen, wo liegt unser Ziel?

Der Bericht ist voll einseitig und mies recherchiert!

Wenn TV auf Social Media trifft (Sessioninfo)

Dass man als Community-Administrator einer Satiresendung im Netz dem Trollwesen in besonderer Weise ausgesetzt ist, berichteten zwei Community-Manager von extra3 und quer. Beide zeigten neben Ausschnitten aus ihren Sendungen auch ein „Best-of“ (eigentlich: „Worst-of“) an nicht freigeschalteten Blog- und E-Mail-Kommentaren.

Die Mehrheit der Troll-Kommentare lässt sich ihrer – nachvollziehbaren – Aussage nach in fünf Kategorien unterteilen:

  • Zu links!
  • Zu rechts!
  • Zu schlecht recherchiert!
  • Zu blasphemisch!
  • Dafür zahle ich GEZ?

Neben dem Blick auf Leserpost wurde auch ein Einblick in das Online-Community-Management gegeben. Ihren Dienst beschreiben sie als Mischung aus „Animateur, Kindergärtner, Müllmann und Richter“. Das Kommentare im Zaum gehalten werden müssen, sehen sie als Verpflichtung gegenüber der Mehrheit, die nicht kommentiert und nur liest oder sachlich argumentiert. Dem „Zensur!“-Vorwurf ist beizukommen, in dem man Transparenz pflegt und erklärt, warum Beiträge nicht freigeschaltet oder gelöscht wurden.

Interessant ist bei x3.de auch, dass ihre Sendung schon vor der TV-Ausstrahlung vollständig im Netz veröffentlicht wird. Ein Sinken der Einschaltquoten konnte dadurch nicht beobachtet werden.