Ob das Smartphone mitkommt in die Auszeit oder auch im Urlaub nie zur Seite legt wird: Es ist jedem und jeder individuellen Geschmackssache. Nützt man es im Urlaub, gibt’s natürlich auch die passenden Apps dafür.

Gesunkene Roaminggebühren und zunehmende Packerl-Angebote sei Dank muss man auch außerhalb österreichischer Grenzen nicht auf permanentes Internet verzichten – wiewohl 20 Euro für 7 Tage trotzdem immer noch eine Goldgrube für Mobilfunkanbieter sind. Zudem gibt’s in vielen Städten – mehr als in Deutschland, mehr als in Österreich – an jeder Ecke kostenloses W-Lan. Schuld an dieser Misere ist die Gesetzgebung, die W-Lan-AnbieterInnen bei Rechtsverstößen mithaften lässt.

Zur Vorbereitung löschte ich meine Firmen-Mail-App, schaltete den privaten Mail-Sync ab und auch der Twitter-Account flog vom iPhone – ein bisserl Abstand von allem ist im Urlaub ganz gut. Aber was braucht man dann – neben Kamera-App und vielleicht noch Instagram – überhaupt? Foursquare, würde ich jetzt sagen.

Viele denken bei Foursquare nur an „Check-Ins“ – diese Funktion ist mittlerweile allerdings in den Hintergrund gerückt und in eine eigene App ("Swarm") ausgelagert worden. Dieser Schritt ist in meinen Augen sinnvoll: Neben der Userbasis ist das größte Asset von Foursquare die riesige Locations-Datenbank, die von vielen Unternehmen benutzt wird. Der Zugriff auf diese API wird in Bälde wohl kostenpflichtig.

Foursquare tritt somit in Konkurrenz zu Yelp & Tripadvisor – und macht dabei seinen Job ausgesprochen gut. Neben „Hey, was ist Interessantes um mich herum?“ finde ich auch die Listen-Funktion äußerst praktisch: Orte, die man sehen möchte, sucht man sich heraus, speichert sie auf der ToDo-Liste und wenn man das nächste Mal sich verläuft, sieht man gleich, ob nicht was anderes in der Nähe wäre.

SpottedbyLocals

Eine oft genannte Empfehlung für Städtetripps ist „Spotted by Locals“ – in guter alter Lonely Planet-Manier sollen dabei die Empfehlungen nur von EinwohnerInnen der jeweiligen Stadt verfasst sein und die üblichen „Touristenmagneten“ aussparen. Ich probierte die App in Oslo aus und gänzlich überzeugt war ich nicht: Klar, nette Bars stehen drinnen, aber ansonsten ist sie mir zuviel Hipster: Weder will ich laufend in Design-Läden shoppen, noch in angesagten Clubs rumhängen. Wer sowas mag, wird mit der App sicher glücklicher.

Unverzichtbar

Die Neugierde eine Stadt zu entdecken, einfach mal kleine Gässchen abseits des Trubels zu erkunden. Im Park die Sonne genießen, statt einfach nur von A nach B zu hetzen – sowas ersetzt keine App.