Manches gewittert, vieles gefavt, einiges Unveröffentlicht: Die subjektive Liste der lesenswertesten Texte der Woche.

Verhältnismäßig verhältnismäßig
http://lizaswelt.net/2014/07/26/verhaeltnismaessig-verhaeltnismaessig/

Wann immer Israel militärisch auf einen Angriff reagiert, heißt es nahezu unisono, diese Antwort sei »unverhältnismäßig«. Dan Hodges, ein ehemaliger britischer Gewerkschafter und Funktionär der Labour Party, hat sich diesen Vorwurf vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse einmal näher angesehen und ihn für den Blog der Tageszeitung The Telegraph analysiert. Mit seiner Genehmigung hat Lizas Welt den Beitrag ins Deutsche übersetzt.

Was darf Satire?
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/wir_ueber_uns/wasdarfsatire100_page-1.html

Politische Satire ist seit jeher fester Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Programmangebots. Doch wie verhält es sich mit Comedy, die vor allem beim jüngeren Publikum beliebt ist? Die Grenzen sind fließend. Beide bedienen sich ähnlicher Stilmittel, von Provokation und Überspitzung über Polemik bis zum Tabubruch. Aber wo ist die Grenze? So war beispielsweise die "Stauffenberg"-Parodie in der ARD-Late-Night-Show "Schmidt & Pocher" Anlass für eine Debatte darüber, was zum öffentlich-rechtlichen Programmauftrag passt.

Aufstieg und Fall der Piratenpartei.
http://jungle-world.com/artikel/2014/30/50263.html

Ich stehe also nun in dieser Halle in Halle an der Saale beim Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland und frage mich, wozu es diese Partei noch braucht. Eine Partei, die an der Politik gescheitert ist, an den bestehenden Machtverhältnissen, denen sie entgegentreten wollte. Glaubte ich zumindest einmal. Dass der Ausspruch »Klarmachen zum Ändern!« immer eine leere Floskel blieb; dass das, was es zu verändern gilt, nie wirklich benannt wurde; dass es wohl letztlich auch kaum ein wirkliches Interesse an Veränderungen jenseits der eigenen Lebenswirklichkeit gab und dass die Mehrheit der Partei es auch gut so findet – das hat der Bundesparteitag in Halle, auf dem ein neuer Bundesvorstand gewählt wurde, bewiesen.