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Technologie, Landwirtschaft und eine Prise Politik.

Lifeproof nüüd: Das iPhone kuhstallsicher machen

27. April 2014 23:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Der Markt an Smartphone-Hüllen ist ein unüberschaubarer. Sucht man aber eine zuverlässigere Lösung, wird die Auswahl schnell kleiner.

Lifeproof Nüüd

Mein altes Nokia N9 brauchte keinen Schutz: Die Anschlüsse waren mit Klappen staubgeschützt und mit dem dicken Polycarbonat-Gehäuse überstand das Telefon auch einen glücklich Sturz vom Traktor runter unbeschadet. Dies traue ich meinem iPhone definitiv nicht zu: zwar hat es keine zerbrechliche Glas-Rückseite das 4er-Modell, aber gesprungene Displays sind ein Markenzeichen vieler patscherter iPhone-BesitzerInnen. Zu schweigen von der Unbekümmertheit, das Telefon auch in rauhe und staubige Umgebungen mitnehmen zu können.

Hier springt das Lifeproof nüüd ein. Es ist zwar nicht ganz billig (um ehrlich zu sein, es ist die teuerste Hülle am Markt), bietet aber Vorteile, die ich nicht mehr missen will. Eine Innovation ist zweifelsfrei, dass die Hülle ohne Displayfolie auskommt: Das Case dichtet rund um den Bildschirm bombenfest ab. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ohne dazwischenliegende Folie gibt es keine störenden Reflexionen, die Bildschirmqualität bleibt gleich und auch die Bedienung leidet nicht darunter. Das iPhone-Display selbst ist sehr kratzfest, Sorgen braucht man sich darum nicht zu machen. Fällt das Telefon runter, bricht das Display von den Ecken her und diese sind mit dem nüüd gut geschützt.

Dahoam

20. April 2014 23:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Dahoam

Die Stille trügt, es ist ein beständiges Rauschen der Blätter im Wind. Vogelgezwitscher tönt aus den Bäumen. Von Fern das Brummen eines einzelnen Motors.

Es ist die Zerrissenheit, die man innerlich spürt, geht man die Wege entlang, die man als Kind oft ging, lief und fuhr. Die Gedanken schweifen um das Vergangene, das Unbekümmerte, die damalige Leichtigkeit der Träume. Der Weg wird selten von Menschen gestört. Treten doch welche auf, beobachtet man sie genau. Nehmen sie die Weggabelung in meine Richtung? Wer verletzt das ruhige Alleinsein? Ringsherum keine Häuser, warum kann ich nicht frei sein?

Zu Tisch wird süßer Kuchen gereicht. Die Reden der Menschen drehen sich um Geburten, Hochzeiten und Begräbnisse. Der Zyklus des Lebens, selten so mittelbar aber auch so ungreifbar. Namen, die ich nie hörte, Menschen, die ich nie kannte. Als Bestünde das Leben nur aus diesen drei Teilen, über das dazwischenliegende wird geschwiegen.

Die Sonne versinkt hinter dem Hügel. Gehöre ich hier her oder nicht?

Dunkelheit

14. April 2014 00:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

"Kürze begehr ich, // Und ich verirr in das Dunkel." - Horaz

Life is a spark of light in the midst of endless darkness. We cling to love and hate, joy and pain, belief and fear, for they make us feel alive. Some of us are glorious, mighty men who will forge legends and burn like fiery stars in the darkness, casting the brief hope of life to this world.But in the end we will have to give up everything we have, and descend back to the endless, dreamless darkness.

"Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung!" - Horaz

Innovativer Nahverkehr: Helsinki zeigt, wie es geht.

16. März 2014 23:03 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Vor gut zweieinhalb Jahren schrieb ich über „Urban Mobility: 5 Thesen für die Zukunft“, dessen Aussagen ich bis heute aktuell finde. In These 4 formulierte ich eine Überlegung, dass zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr eine Lücke existiert, die sich mit moderner Technologie schließen lässt. Und siehe da: Die ersten Experimente in diese Richtung tauchen auf.

Kutsuplus

Kutsuplus: Der On-Demand-Bus

Der staatliche ÖPNV-Betreiber Helsinki Regional Transport Authority (HSL) startete ein interessantes Pilotprojekt: Kutsuplus (wörtlich übersetzt „Einladung Plus“) ist ein Öffi-Nahverkehrskonzept mit Kleinbussen und ohne fixe Haltestellen. Wer jetzt an Sammeltaxis denkt, liegt nicht ganz falsch aber doch daneben. Denn anders als Sammeltaxis fährt Kutsuplus nicht fixe Linien ab, sondern berechnet die Fahrroute jederzeit dynamisch nach den Halte- und Zustiegswünschen.

Für eine Fahrt bucht man die gewünschte Strecke per Smartphone-App – das Kutsuplus-System errechnet daraufhin mögliche Zustiegspunkte und Haltestellen. Nicht immer kann vor der Haustür abgeholt werden, doch für kurze Wege ist eine FußgängerInnen-Navigation gleich in der App integriert.

Um Fake-Buchungen zu vermeiden, wird im Voraus via App bezahlt. Preislich liegt man mit 3,50 Euro plus 45 Cent pro Kilometer über regulären Bustarifen, jedoch immer noch deutlich unter Taxipreisen – auch Gruppenrabatte ab zwei Personen sind möglich. Derzeit läuft eine Pilotphase mit 10 Bussen, die im Jänner 3.500 Fahren durchführten. Dabei hat HSL noch keine Medienkampagne gestartet, denn die Kapazitäten für einen Ansturm würden derzeit nicht ausreichen.

Modern ist dabei nicht nur das Konzept, dass Big-Data mit intelligenten Algorithmen vereinigt, sondern auch die Busse selbst: Gratis Wireless-Internet ist ebenso an Board wie ein Informationssystem, dass über den aktuellen Verlauf der Route informiert.

Weiterlesen: 

t3n: Helsinkis Kutsuplus-Projekt experimentiert mit flexiblen Busrouten

Netzwertig: Hier kommt Kutsuplus, der smarte On-Demand-Bus

Wired: New Helsinki Bus Line Lets You Choose Your Own Route

Foto: kutsuplus.fi

#Sonntagsfilm „Die Sendung mit der Katze“

9. März 2014 23:03 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Psychedelischer Catcontent, verkleidet als französische Kinderserie

Der Sonntag ist nicht mehr lange und so darf es auch der Sonntagsfilm nicht sein. Daher gibt’s dieses Mal keine lange Dokumentation, sondern eine 5-minütige Kindersendung wie sie nur im Frankreich der 1980er Jahre erschaffen werden konnte: „Die Sendung mit der Katze“

Kindersendung? So ganz kann ich es nicht glauben. Die Sendung trägt etwas sehr Psychedelisches in sich. Passenderweise strahlt ARTE die derzeitige Wiederholung um 5 Uhr morgens aus – die richtige Uhrzeit, käme man von einer Party heim und möchte im leichtem Rausche noch ein kurzes Video schauen.

Worum geht’s? Da wären der Kater Muschkatz und die Straußendame Lola, die eine Nachrichtensendung präsentieren. Hinzu kommen ein Bügeleisen (Doktor Faltfrei), ein Kochtopf (Gisela), ein Besen (Bürsthart) und viele andere Charaktere – alle sprechen sie und haben ein Gesicht, was der Serie den Charme eines LSD-Trips gibt. Dabei werden durchaus komplexere Themen angesprochen, wie man sie im Kinderfernsehen nicht vermuten würde.

Dinge stehen prinzipiell im Mittelpunkt, alle sind sie Menschenähnlich, auf reale Personen wird gänzlich verzichtet. Berichtet wird rein aus der materiellen Welt, es gibt einen Dingeschutzverein und täglich den Jahrestag eines Gegenstandes (wie den „Sankt Tropfender Wasserhahn“).

Der französische Originaltitel lautet „Téléchat“, für den deutschen Titel entschied man sich wohl wegen der Anspielung an eine andere – harmlosere – Kinderserie.