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Technologie, Landwirtschaft und eine Prise Politik.

Mit Foursquare in den Urlaub

3. August 2014 22:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Ob das Smartphone mitkommt in die Auszeit oder auch im Urlaub nie zur Seite legt wird: Es ist jedem und jeder individuellen Geschmackssache. Nützt man es im Urlaub, gibt’s natürlich auch die passenden Apps dafür.

Gesunkene Roaminggebühren und zunehmende Packerl-Angebote sei Dank muss man auch außerhalb österreichischer Grenzen nicht auf permanentes Internet verzichten – wiewohl 20 Euro für 7 Tage trotzdem immer noch eine Goldgrube für Mobilfunkanbieter sind. Zudem gibt’s in vielen Städten – mehr als in Deutschland, mehr als in Österreich – an jeder Ecke kostenloses W-Lan. Schuld an dieser Misere ist die Gesetzgebung, die W-Lan-AnbieterInnen bei Rechtsverstößen mithaften lässt.

Zur Vorbereitung löschte ich meine Firmen-Mail-App, schaltete den privaten Mail-Sync ab und auch der Twitter-Account flog vom iPhone – ein bisserl Abstand von allem ist im Urlaub ganz gut. Aber was braucht man dann – neben Kamera-App und vielleicht noch Instagram – überhaupt? Foursquare, würde ich jetzt sagen.

Viele denken bei Foursquare nur an „Check-Ins“ – diese Funktion ist mittlerweile allerdings in den Hintergrund gerückt und in eine eigene App ("Swarm") ausgelagert worden. Dieser Schritt ist in meinen Augen sinnvoll: Neben der Userbasis ist das größte Asset von Foursquare die riesige Locations-Datenbank, die von vielen Unternehmen benutzt wird. Der Zugriff auf diese API wird in Bälde wohl kostenpflichtig.

Foursquare tritt somit in Konkurrenz zu Yelp & Tripadvisor – und macht dabei seinen Job ausgesprochen gut. Neben „Hey, was ist Interessantes um mich herum?“ finde ich auch die Listen-Funktion äußerst praktisch: Orte, die man sehen möchte, sucht man sich heraus, speichert sie auf der ToDo-Liste und wenn man das nächste Mal sich verläuft, sieht man gleich, ob nicht was anderes in der Nähe wäre.

SpottedbyLocals

Eine oft genannte Empfehlung für Städtetripps ist „Spotted by Locals“ – in guter alter Lonely Planet-Manier sollen dabei die Empfehlungen nur von EinwohnerInnen der jeweiligen Stadt verfasst sein und die üblichen „Touristenmagneten“ aussparen. Ich probierte die App in Oslo aus und gänzlich überzeugt war ich nicht: Klar, nette Bars stehen drinnen, aber ansonsten ist sie mir zuviel Hipster: Weder will ich laufend in Design-Läden shoppen, noch in angesagten Clubs rumhängen. Wer sowas mag, wird mit der App sicher glücklicher.

Unverzichtbar

Die Neugierde eine Stadt zu entdecken, einfach mal kleine Gässchen abseits des Trubels zu erkunden. Im Park die Sonne genießen, statt einfach nur von A nach B zu hetzen – sowas ersetzt keine App.

Links der Woche (IV)

27. Juli 2014 21:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Manches gewittert, vieles gefavt, einiges Unveröffentlicht: Die subjektive Liste der lesenswertesten Texte der Woche.

Verhältnismäßig verhältnismäßig
http://lizaswelt.net/2014/07/26/verhaeltnismaessig-verhaeltnismaessig/

Wann immer Israel militärisch auf einen Angriff reagiert, heißt es nahezu unisono, diese Antwort sei »unverhältnismäßig«. Dan Hodges, ein ehemaliger britischer Gewerkschafter und Funktionär der Labour Party, hat sich diesen Vorwurf vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse einmal näher angesehen und ihn für den Blog der Tageszeitung The Telegraph analysiert. Mit seiner Genehmigung hat Lizas Welt den Beitrag ins Deutsche übersetzt.

Was darf Satire?
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/wir_ueber_uns/wasdarfsatire100_page-1.html

Politische Satire ist seit jeher fester Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Programmangebots. Doch wie verhält es sich mit Comedy, die vor allem beim jüngeren Publikum beliebt ist? Die Grenzen sind fließend. Beide bedienen sich ähnlicher Stilmittel, von Provokation und Überspitzung über Polemik bis zum Tabubruch. Aber wo ist die Grenze? So war beispielsweise die "Stauffenberg"-Parodie in der ARD-Late-Night-Show "Schmidt & Pocher" Anlass für eine Debatte darüber, was zum öffentlich-rechtlichen Programmauftrag passt.

Aufstieg und Fall der Piratenpartei.
http://jungle-world.com/artikel/2014/30/50263.html

Ich stehe also nun in dieser Halle in Halle an der Saale beim Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland und frage mich, wozu es diese Partei noch braucht. Eine Partei, die an der Politik gescheitert ist, an den bestehenden Machtverhältnissen, denen sie entgegentreten wollte. Glaubte ich zumindest einmal. Dass der Ausspruch »Klarmachen zum Ändern!« immer eine leere Floskel blieb; dass das, was es zu verändern gilt, nie wirklich benannt wurde; dass es wohl letztlich auch kaum ein wirkliches Interesse an Veränderungen jenseits der eigenen Lebenswirklichkeit gab und dass die Mehrheit der Partei es auch gut so findet – das hat der Bundesparteitag in Halle, auf dem ein neuer Bundesvorstand gewählt wurde, bewiesen.

#DNP14-Vortag: Der digitale Kuhstall

28. Juni 2014 13:06 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Wie Robotisierung & Daten zwar nicht die Rinder, aber die Bauern ersetzen. Mein Vortrag für die kommende #DNP14-Konferenz.

Anhand einer speziellen Nische – der Landwirtschaft – wird gezeigt, wie weit die zunehmende Robotisierung der Arbeitswelten schon fortgeschritten ist und welche Entwicklungen kurz vor dem Durchbruch stehen. Der Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Automatisierung und Algorithmen bringt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch neue Herausforderungen.


Auszug: Top-Agrar (Ausgabe 6/2014)

Der Computer als wichtigste Landmaschine.

Für Nicht-Landwirte mögen „Melkroboter“ eine schaurig-schöne Neuheit sein, im landwirtschaftlichen Betrieb sind sie jedoch längst Alltag. Der Melkroboter ist dabei nur ein Baustein in einer wandelnden Agrartechnik, die sich von immer größeren Maschinen zu immer intelligenteren Maschinen verschiebt: Drohnen beobachten Felder, Traktoren fahren autonom und Roboter pflücken Erdbeeren.

Die Landwirtschaft dient als Beispiel um zu zeigen, wie weit Roboter und Daten menschliche Arbeitskraft und Vernunft bereits ersetzen und ersetzen werden. Die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen bleiben dabei nicht außer Acht: Durch die immer teureren Maschinen wird die Akkumulation von Kapital begünstigt und die Produktivität steigt zulasten von Arbeitsplätzen. Wo werden die heutigen Bauern morgen arbeiten?

Getreu dem Konferenzmotto: Die ersten Wellen der Robotisierung branden an der Küste heutiger Arbeitwelten. Zeit, sich auf den Tsunami vorzubereiten.

Vortrag wird nicht in Gummistiefeln gehalten.

Die #DNP14 findet am 20. und 21. September in Wien statt. Tickets gibt’s hier.

Links der Woche (III)

22. Juni 2014 23:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Manches gewittert, vieles gefavt, einiges Unveröffentlicht: Die subjektive Liste der lesenswertesten Texte der Woche.

FemCamp: Wenn man Offenheit mit Einschränkungen erkämpfen muss
http://blog.c3o.org/de/femcamp/

Um einen inklusiven Raum zu schaffen, muss man manchmal Menschen ausschließen. Nein, das ist kein Paradoxon. Offenheit ist kein binärer Zustand und lässt sich nicht nur an niedergeschriebenen Regeln messen. Wenn es eine Minderheit an Personen gibt, die durch ihr Verhalten potenziell Menschen von der Teilnahme abschrecken, ist eine Veranstaltung offener, wenn sie nicht daran teilnehmen. Umgekehrt: Wenn eine Gruppe oder Veranstaltung „offen“ für destruktive oder andere Menschen ausschließende Teilnehmende ist, ist sie nur mehr am Papier offen – die faktische Einschränkung hat man an diese Personen delegiert. Keine eigenen Regeln aufzustellen, heißt die vorherrschenden Regeln der Gesellschaft zu übernehmen – vor allem die ungeschriebenen.

The invention of the heterosexual
http://www.salon.com/2012/01/22/the_invention_of_the_heterosexual/

We can talk about there being a history of heterosexuality in the same way that we can talk about there being a history of religions. People have been praying to God for a really long time too, and yet the ways people relate to the divine have specific histories. They come from particular places, they take particular trajectories, there are particular texts, and individuals that are important in them. There are events, names, places, dates. It’s really very similar.

Wie kommuniziere ich Landwirtschaft?
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Werner-Schwarz-Wie-kommuniziere-ich-Landwirtschaft-1474871.html

Mit der Webcam habe ich die größtmögliche Transparenz in meinem Sauenstall geschaffen. Der Shitstorm im Internet ließ nicht lange auf sich warten und hat nicht nur mir, sondern auch meiner Familie echte Bauchschmerzen bereitet. Doch nach dem Abklingen dieser virtuellen Prügelattacke erleben wir ernste Diskussionen. Die Webcam wird wöchentlich mehrere hundertmal angeklickt. Sie erzeugt Bilder, die von einer echten Landwirtschaft erzählen und damit den Bildern von PETA, BUND und Co massiv widersprechen.

Links der Woche (II)

15. Juni 2014 22:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Manches gewittert, vieles gefavt, einiges Unveröffentlicht: Die subjektive Liste der lesenswertesten Texte der Woche.

Die Talfahrt: Eine Art Versuch, die Kräfte hinter der aktuelle Krise des Webs zu erklären.
http://hackr.de/2014/06/12/die-talfahrt

das grundproblem ist immer das gleiche: als technik entfalten sie zu wenig strukturelle koppelungen, um eine gewisse nachhaltigkeit zu etablieren. im ersten schwung können die kosten durch übermotivation der neuartigkeit bereitgestellt werden, aber mittelfristig wird dann vieles eben finanziell nicht tragbar. auch bei der adaption eines dienstes durch benutzer gibt am anfang eine dynamik der neuheit, die dann verfliegt. der ‘naive’ glaube daran, dass dinge mit neuer technik automagisch besser werden, ist zwar auf gewisse weise nützlich, weil er das experimentieren erst ermöglicht, aber er hilft den je konkreten techniken oder technologien halt mittelfristig auch nix.

Chip-makers are betting that Moore’s Law won’t matter in the internet of things
http://qz.com/218514/chip-makers-are-betting-that-moores-law-wont-matter-in-the-internet-of-things/

For five decades, computing has followed one inexorable trend: that processors will double in power every 18 months. Ever since the Intel co-founder Gordon Moore first articulated this thought in a 1965 paper, pointing out that the number of transistors on every chip was multiplying, it has become a self-fulfilling prophecy, with chip-fabricators racing to make processors ever smaller, faster, and cheaper. Nearly 50 years since Moore published his paper, however, the foundational trend of modern computing appears to be plateauing.

Non-binary people: A helpful guide for TERFs and non-TERFs alike
http://feministsunknown.wordpress.com/2014/06/11/non-binary-people-a-helpful-guide-for-terfs-and-non-terfs-alike/

There are plenty of simple ways for the blinkered to help the other non-binary people they’ve been shitting on for months on end. Yay! Here are just a few.

Virtuelle Realität. Der Friedenspreis für Jaron Lanier – und die Missverständnisse, auf denen er beruht
http://www.merkur-blog.de/2014/06/virtuelle-realitaet-der-friedenspreis-fuer-jaron-lanier-und-die-missverstaendnisse-auf-denen-er-beruht/

Einen “der Pioniere in der Entwicklung des Internets” und “wichtigsten Konstrukteure der digitalen Welt”, der “als führender Wissenschaftler ein Projekt mehrerer Universitäten zur Erforschung des ‘Internets 2′” leitet, glaubt der Börsenverein des deutschen Buchhandels zu ehren. Der Schönheitsfehler: Nichts davon stimmt. Und alle Missverständnisse hätten sich mit minimalem Rechercheaufwand vermeiden lassen. In ihren Angstgefechten mit dem Internet sind die Qualitäts-Printmedien unzuverlässige Quellen geworden.

"Top Model"-Erfinder erklärt das Erfolgsrezept
http://www.dwdl.de/magazin/46244/top_modelerfinder_erklaert_das_erfolgsrezept/

Im August startet die 21. Staffel von „Americas Next Top Model“. Was steckt hinter dem anhaltenden Erfolg? Beim Banff World Media Festival enthüllte Erfinder und Produzent Ken Mok die Zutaten des Formates, das Vorlage war für „Germanys Next Top Model“