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Technologie, Landwirtschaft und eine Prise Politik.

Sonntagsfilm: „Project Code Rush“ – Die Geschichte von Mozilla

7. September 2014 20:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Im März 1998 veröffentlichte Netscape den Source-Code ihres Browsers, aus dem später Firefox entstehen sollte. Eine Dokumentation begleitete die Software-EntwicklerInnen – und zeigt dabei die Sonnen- und Schattenseiten der IT-Firmen im Silicon Valley.

1994 entfachte Netscape mit der Vorstellung des gleichnamigen Browsers den Siegeszug des World-Wide-Webs. Der aufsehende Börsengang ein Jahr später befeuerte die erste Ära der Dot-Com-Startups, doch schon knappe zwei Jahre später war vom Glanz nur mehr wenig übrig. Microsoft stieg spät aber bestimmt in den Browserkampf ein, der in der Dominanz des Internet-Explorers und in einer Verurteilung von Microsoft enden sollte. Rettung gegenüber der Marktmacht von Microsoft verhoffte sich Netscape durch die Veröffentlichung des Browser-Quelltextes als Open-Source. Die Dokumentation „Project Code Rush“ erzählt von den letzten Tagen, in der EntwicklerInnen kämpfen den Release-Termin einzuhalten und den Monaten danach, bis zum Kauf Netscapes durch AOL.

Die Geschichte ist nicht nur jene von Browserkriegen und näher rückenden Deadlines. Sie erzählt auch den Geist des Silicon Valley, von im Büro schlafenden Geeks, die getrieben sind vom Wunsch mit Technologie die Welt zu begeistern und zu verändern. Die Arbeit ist dabei nicht ein Nine-to-Five-Job, sondern eine Selbstberufung, das Unternehmen nicht Arbeitgeber, sondern Community. In diesem Kosmos gedeihen Ideen, finden (vermeintliche) AußenseiterInnen ihre Bestimmung.

„These guys they tend to work very consistently, so they’ll just keep working until it’s done and they won’t stop. They don’t need food, they don’t need sleep.”

Die selbstausbeuterische Arbeitskultur von Silicon Valley ist auch 15 Jahre später noch aktuell, sowohl als Vorbild, als auch Abschreckung. Unternehmen profitieren von jungen Erwachsenen (hauptsächlich Männern), die besonders gewillt sind in Selbstausbeutung zu kippen. Resultat daraus sind Diskriminierungen Aufgrund des Alters und Geschlechts.

Selbst den Absprung aus der Selbstaufopferung zu schaffen, fällt vielen schwer. „I have an agreement with myself“ sagt Projektleiterin Tara Hernandez nachdem ihr Arzt eindringlich riet, weniger zu arbeiten „by the time I’m 35, I’m either going to be high school teacher or bartender but something, anything other than in a position in the high-tech industry“. Ihrem LinkedIn-Profil zufolge brach sie ihr Versprechen. Jamie Zawinski, eine weitere Schlüsselfigur der Dokumentation als auch der Öffnung des Source-Codes bei Netscape, verließ die IT-Branche – und eröffnete einen Nachtclub.

„It’s my last bug. When I complete this bug, I will be allowed to rest.”

Kulturflatrate, selbstgebastelt.

31. August 2014 21:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

„We don’t want everything for free – we just want everything“ ist der schlaueste Satz, der je zum wandelnden Medienkonsum gesagt wurde. Dass er aus dem Munde einer 15-Jährigen stammte, verdeutlicht das Missverständnis zwischen AnbieterInnen und KundInnen umso mehr. Langsam reagieren auch die Angebote am Markt auf die Wünsche der KonsumentInnen. Kombiniert man diese, erhält man mittlerweile ein Angebot, das sich bislang politisch nicht umsetzen lies: Die digitale Kulturflatrate.


Via Kraftfuttermischwerk

Festplattenabgabe – wofür?

Veränderungen bedingen die Verdrängung des Alten. Dies mag schmerzhaft sein für jene, die die Veränderung ablehnen, weil sie es sich im Alten gemütlich eingerichtet haben. In diese Kategorie fällt wohl „Kunst hat Recht“, die eine „Leerkassettenabgabe“ auf Festplatten und Speichermedien ausgeweitet sehen will. Neben vielen anderen Gründen, die gegen ein solches Vorhaben sprechen – so werden Speichermedien mitnichten nur zur Vervielfältigung fremder kultureller Werke verwendet – sind es auch die verändernden Konsumgewohnheiten, die eine solche Abgabe antiquiert erscheinen lassen.

Medien as a Service

Während sich die Medienindustrie lange mit Händen und Füßen gegen neue verbraucherfreundliche Angebote wehrte, standen bequem nutzbare und großzügige – aber illegale – Angebote griffbereit zur Verfügung. Der Erfolg von iTunes und Spotify verdeutlichte, dass für legale Angebote die VerbraucherInnen sehr wohl bereit sind zu zahlen – sofern diese bequem und kundInnenfreundlich nutzbar sind. Downloads aus illegalen Quellen sind im Gegenzug seither abnehmend.

Aber auch an anderer Stelle zeigt der veränderte Medienkonsum Auswirkungen. Sichtbar ist dies im Musikbereich, bei dem die vielfältige Angebots- und AnbieterInnenauswahl schon länger existiert. Der Kauf von Alben geht spürbar zurück, nicht aber aufgrund illegaler Vervielfältigung: Pauschale Streamingdienste ersetzen hier den Kauf von Alben (und einzelnen Songs).

Wir basteln uns eine Kulturflatrate

Die bekannteste Vertretung des „All-you-can-eat“ im Medienbereich ist sicher Spotify, für 10 Euro monatlich erhält man Zugriff auf 20 Millionen Musikstücke. Bei Filme und Serien steht der Österreichstart von Netflix vor der Tür. Preise wurden noch nicht verlautbart, dürften aber unterhalb von 10 Euro monatlich starten. Schwieriger wird es bei Büchern: Neben Angeboten von Fachverlagen ist sicher Amazon Kindle Unlimited der heißeste Anwärter in der KundInnengunst. Kindle Unlimited hat mit der Zeitschriften-Flatrate „Next Issue“ etwas gemein: Verfügbar sind beide Angebote derzeit nur in den USA – ob diese Angebote jemals auf den fragmentieren europäischen Markt kommen steht leider noch in den Sternen (Genauso übrigens welche Inhalte uns Netflix im deutschsprachigen Raum bieten wird).

Ignorieren wir kurz die Ländergrenzen, bietet eine Kombination dieser Angebote für ca. 45 Euro monatlich mehr, als je ein Mensch konsumieren könnte. Die Kosten liegen zwar immer noch deutlich über dem, was durchschnittlich in Österreich pro Monat für Musik, Bücher, Filme und Zeitschriften ausgegeben wird, sind aber im Bereich des Bezahlbaren.

Streaming statt Privatkopie

Perfekt ist keines der Angebote. Selbst Spotify fehlt die eine oder andere Lieblingsband, bei Zeitschriften und Büchern können sich die Verlage auf ein umfassendes Angebot noch weniger einigen. Weniger zählt für mich der Einwand, dass alle Angebote kopiergeschützt sind, eine Weitergabe und permanente Speicherung damit unterbunden wird. Besitz wird unwichtiger, was zunehmender zählt ist die flexible Zugriffmöglichkeit auf das Gewünschte. Damit läuft auch die Argumentation der AbgabenbefürworterInnen endgültig ins Leere: Wenn alles On-Demand aus der Cloud gestreamt und nichts mehr gespeichert wird – wozu braucht es dann nochmal eine Festplattenabgabe?

Tatsächlich geht es aber nicht nur um die Privatkopie. Die veränderten Angebote wirken sich auch auf die Einkommen von KünstlerInnen aus. Während früher Plattenverkäufe den Lebensunterhalt sicherten, bringen legale Streamingangebote kaum genügend Einnahmen. Die pauschale Verrechnung als Flatrate ist allerdings auch der einzige ernstzunehmende Distributionsweg für digitale Güter: Digitales sind nicht-exklusiv und die Reproduktionskosten jeder Kopie liegen bei Null. Die früheren Einschränkungen des Analogen sind Vergangenheit und damit auch die dazugehörigen Geschäftsmodelle. Profitieren werden jene, die diese Herausforderung annehmen und nutzen – gerade im Kulturbereich bieten Konzerte, Lesungen, Merchandising und anderem ein attraktives Umfeld, das auch schon zu Vor-CD-Zeiten funktionierte.

Die digitale Revolution lässt neue Services entstehen und Altes verschwinden. Egal ob Taxis, Öffentlicher Verkehr oder Musik: Die Veränderung mag auf individueller Ebene schmerzlich sein, aufhalten lässt sie sich jedoch nicht.

Safari Books Online: Fachbücher als Service

24. August 2014 22:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Und ein Lehrbeispiel wie man ein Angebot uninteressant macht.

Amazon experimentiert mit einer Online-Leihbibliothek bereits in den USA: „Kindle Unlimited“ bietet Zugriff auf 600.000 eBooks. Während das Amazon-Angebot in Europa noch nicht verfügbar ist, bot sich als Alternative für (IT)-Fachbücher bislang Safari Books Online an.

Safari Books Online

Fachbibliothek für 17 Euro/Monat ...

Um sich in ein Thema einzuarbeiten, sind mir viele Online-Tutorials zu wenig – genauso wie ein Lösungen-Zusammengoogeln auf Stack-Overflow nur selektiven Wissensgewinn bereitet. Fachbücher, die ich hier schätze, sind allerdings teuer – auch wenn man auf die billigere englische Variante zurückgreift (was prinzipiell eine gute Idee ist, da im Webentwicklungsbereich die wenigen Übersetzungen erst verspätet erscheinen). Seit Monaten nutze ich daher Safari Books Online – eine Online-Leihbibliothek, die Zugriff auf 40.000 Bücher aus den Bereichen der IT und des Business bietet. Durch die Beteiligung von O’Reilly, Pearson, Packt Publishing und anderen Fachverlagen stimmt auch die Qualität und Aktualität. Lesen kann man die Bücher online und am Tablet – wobei Zweiteres durch eine App den größten Komfort bietet. Drei Bücher lassen sich jeweils für eine Offline-Nutzung vormerken, um ohne Internetverbindung auf deren Inhalte zugreifen zu können.

Die ursprüngliche Preisgestaltung

Der „10-Slot-Bookshelf“-Account kostet mich 17 Euro im Monat – und damit weniger als so manches Fachbuch, dass ich vorher kaufte. Die einzige Limitierung des „10-Slot-Bookshelfs“ liegt in der gleichzeitigen Ausleihe: pro Monat sind dies maximal 10 Bücher. Als günstigere Variante gibt es noch einen „5-Slot-Bookshelf“ für 13 Euro/Monat.

Alles in allem eine Empfehlung - gäbe es das Angebot noch.

... aber das Angebot wurde eingestampft.

Während der Recherche zu diesem Beitrag stellte ich fest, dass die Preisgestaltung von Safari Books Online in diesem Sommer überarbeitet wurde. Wahrscheinlich durch die Übernahme von O’Reilly bedingt, entschloss man sich zu einer Neuausrichtung. Es gibt zwar jetzt personalisierte Empfehlungen und ein paar Aufhübschungen – der günstigste Buch-Account startet aber nun bei 35 Euro/Monat. Dafür gibts zwar unlimitierten Zugriff, allerdings fehlen (noch) die Apps und die Offline-Funktionalität – für mich ein klarer Rückschritt, noch dazu ein doppelt so hoher Preis. Zwar verspricht Safari für bestehende KundInnen nichts zu ändern, Neuabos lassen sich allerdings nur noch mit der neuen Preisgestaltung abschließen.

Und damit kann ich mir eine Empfehlung sparen.

My Friend, the Algorithm: The Utopia of Post-Human Relationships

15. August 2014 20:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (1) | Kommentare via RSS

Today, we interact with avatars in social networks on a regular basis. We debate on Facebook, like pictures in Instagram or follow interesting people on Twitter. Right now, we assume that behind every avatar is a human being, whether we ever meet them in person or not. But what about a future in which distinguishing between humans and bots becomes obsolete?

My submission to the Changing Worlds Conference, 20 to 22 November 2014 at the University of Vienna

XKCD
Comic: XKCD (CC BY-NC)

Privatization of uncertainty

The neoliberal dogma of self-fulfillment inoculated our society. It promises happiness – if we only focus on performance and personal commitment. The Me Inc. (“Ich-AG”) is about making profits of time and relationships. In the background, traditional social structures are eroding. In place of long-term commitments like family and solidarity, we instead live together for shorter periods of life, ending relationships after the personal cost–benefit analysis turns negative. The dissolution of traditional values brought personal liberty to many, smashing roles and classes. But others fall into seclusion or are shattered beneath the pressure to achieve. Depression is spreading in our society, suicides an increasingly common cause of death.

“You are always on my mind”, says the robot

The human psyche may be complex, but it is quite easy to manipulate. We are appreciative of expressions of flattery, sympathy or confidence; simply put, we want to be loved. Knowing this it is possible even with today’s technology to gently establish social ties between humans and algorithms or bots. Connecting the relentless progress in computational power with smarter software, it’s only a matter of time until human- and machine-based communication is more or less indistinguishable. (Remember, there were – widely exaggerated – reports about the Turing test having been half-passed earlier this year.) A looming dystopia? It may sound scary – but for the broken ones, the misfits, the melancholy loners it could bring light into their existence. The sensation of being loved and building a relationship may outweigh the uncertainty of interacting with what one knows to be a bot.

Bot-based society

Where there is light, there is also shadow. Manipulating society with simulated empathy brings with it a high potential of abuse. The powerful will use it to form public opinion to further their goals, underground bot armies will sell trusted friendships to the highest bidder. How can we use these new methods to help individuals without destroying society in general by eradicating trust?

Thanks to Vilinthril for proofreading!

Warum sich das 3-Euro-Hendl für niemanden rechnet

10. August 2014 20:04 von Fuchsy | Permalink | Kommentare (0) | Kommentare via RSS

Eingekeilt zwischen Kostendruck von KonsumentInnen und Handel, bleibt der konventionellen Landwirtschaft für Tierfreundlichkeit oft kein Spielraum. Doch wären alle tatsächlich bereit, den echten Preis für ökologisch produzierte Produkte zu bezahlen?


Foto: Wikipedia Commons / Fir0002/Flagstaffotos / CC-BY-NC

In der Agrar-Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ (Stocker-Verlag) fand sich diese detaillierte Kalkulation für einen Bio-Hühner-Mastbetrieb, zusammengestellt von „Bio-Austria“, dem größten österreichischen Bioverband.

Hintergrund der Kalkulation ist eine Serie über Möglichkeiten ökologischer Landwirtschaft in Zeiten steigender Futterpreise und schwankender Einkommen. Grade der Mast-Bereich unterliegt einem starken Kostendruck, sind doch Fleisch-Aktionsangebote ein beliebter Lockartikel in Supermärkten. „Bio“ lockert diesen Kostendruck, für ökologische Lebensmitteln sind VerbraucherInnen bereit freiwillig mehr zu zahlen. Dem gegenüber stehen höhere Ausgaben aufgrund tierschutzrechtlicher Bestimmungen und Tierrassen-Wahl. Kostenfaktor ist aber vor allem die längere Mastzeit und das teure Bio-Futter, darf man als Bio-Betrieb selbstverständlich nur ebensolches verfüttern.

Kurz gesagt: Es rechnet sich. Wenn effizient gewirtschaftet wird und wenn – ja , wenn – der Schlachthof pro Bio-Huhn auch 6,15 Euro netto zahlt. Addiert man überschlagsmäßig noch 15% für Schlachthof und Transport*, sowie minimale 5% Handelsspanne für den Supermarkt und die Mehrwertsteuer (10%), ergibt dies einen Endkundenpreis von mindestens 8,5 Euro.

Mit diesen Zahlen erscheint es komplett abwegig, wie ein normales Backhendl für 3 Euro verramscht werden kann. Für den Bauern bedeutet dies weniger als 2,2 Euro pro Masthuhn – unter diesen Preisdruck ist auch mit viel gutem Willen und günstigen konventionellen Futtermitteln eine tierfreundliche Mast schlicht unmöglich, trotz AMA-Gütesiegel.

Schwarzer Peter Tierhaltung

Sucht man die Schuld an dieser Misere, schieben Landwirtschaft, Handel, Politik und VerbraucherInnen den schwarzen Peter sich gerne gegenseitig zu. VerbraucherInnen hätten schon gerne glückliche Tiere, allerdings darf es nicht mehr kosten, Landwirte gerne einen ordentlichen Preis für ihre Produkte, den der Handel aber nicht zu zahlen bereit ist. Der Handel wiederum verweist auf die Preissensibilität der VerbraucherInnen, die bei höheren Preisen sofort zur Konkurrenz gingen. Und die Politik wiederum ist eingekeilt zwischen den einzelnen Interessensvertretungen. Innerhalb regionaler Grenzen gibt es auch nur beschränkten Handlungsspielraum, rechnet es sich doch schon bei wenigen Cent Kostendifferenz, Nahrungsmittel quer durch Europa   oder gar weltweit   zu transportieren.

Völlige Untätigkeit darf man keinen der Beteiligten vorwerfen: Tierrechtliche Bestimmungen wurden in den vergangenen Jahren auch für Nicht-Bio-Betriebe deutlich verschärft (zB. Käfighaltung bei Hühnern, Anbindehaltung bei Rindern), die Landwirtschaft entdeckt das Feld der Öffentlichkeitsarbeit um sich gegen den oft grundlos erhobenen Vorwurf der  „Tierquälerei“ zu wehren und der Handel versuchten über höherpreisige Bio-Angebote ökologisch orientierte VerbraucherInnen zu erreichen. Bio wächst tatsächlich – ist aber noch weit davon entfernt zum Standard zu werden. Denn ob in Chicken-Wings oder Hühner-Sticks: Tierprodukte stecken auch in Fast- und Convenience-Food der fleischverarbeitenden Industrie, bei der Bio noch nicht einmal ein Nischendasein erreicht hat.

Irrglaube: Der Verbraucher soll alles zahlen!

Gesamtgesellschaftlich sind günstige Lebensmittel ein willkommener Effekt: Wurden 1954 noch 45 Prozent des monatlichen Einkommens für Lebensmitteln ausgeben, sank dieser Betrag auf 12 Prozent in 2010. Stiegen die Lebensmittelpreise, würde dies vor allem untere Einkommensschichten treffen und die Inflation anheizen. In Zeiten steigender Lebenserhaltungskosten kann daher der Appell (von LandwirtInnen und gutverdienenden LOHAS) an VerbraucherInnen, mehr für Lebensmittel zu zahlen, nicht die alleinige Lösung sein**.

*) Schlachthof und Transport, sowie Handelsspanne, sind reine Schätzungen meinerseits.
**) Persönlich halte ich Vegetarismus/Veganismus für keinen Teil der Lösung, da dies individuelle Entscheidungen sind und keine gesamtgesellschaftlichen Perspektiven.